1994 gründete ich mit meiner damaligen Lebensgefährtin in Berlin den über alle Grenzen bekannten Fetish-Club „KitKatClub“. In den Neunzigern war es neben den sexuellen Elementen (der KitKatClub war die erste öffentliche Diskothek, in der es erlaubt war, Sex zu haben) vor allem der melodisch/trancige Musikstil des Clubs (von den Anhängern liebevoll „Kittie“-Sound genannt), der seine Beliebtheit ausmachte. In den letzten Jahren hat sich der KitKatClub aber auch neuen anderen musikalischen Stilrichtungen geöffnet – von “Electro” bis “Full On” ist alles dabei.

Durch den Erfolg des KitKatClub war es mir vergönnt, mein Musikstudio weiter auszubauen und es entstanden zusammengenommen mehrere Stunden Musik, die alle auf Midi programmiert waren (ein Teil dieser Stücke kam auf das „grüne“ Album). Dann erfolgte wieder eine Unterbrechung des Musikschaffens, weil die Vergrößerung des Clubs mit mehrmaligem Umzug in verschiedene neue Locations und die Gründung meines Gonzo-Porn-Labels „Subway-Innovative ProdActions“ meine ganze Aufmerksamkeit erforderte.

Seit November 2002 arbeite ich mit Charly Bainsky als Ton-Ingenieur zusammen, mit dem das ganze hier vorgestellte Material erarbeitet wurde. Ursprünglich wollte ich nur mein bisheriges, auf Midi gespeichertes Material mit aktuellen Sounds tontechnisch perfekt abmischen. Weil ich aber im Jahre 2003 in einem meiner Pornospielfilme einen Rockstar darstellte, dachte ich mir, dieser Rockstar braucht auch einen Hit, und so produzierte ich nur für diesen Film „Ballad of a dying man“ mit Gesang (siehe Album Grün), eine Komposition aus meiner Spätjugendzeit. Weil mir die Wiederentdeckung meiner Stimme soviel Spaß gemacht hatte, besang ich in der Folgezeit sämtliche bisher produzierten Stücke (Album “Be a goD & not a Dog”) und auch mehrere Stücke aus meiner Vergangenheit, die ich in meinen Straßenmusikerzeiten zum Besten gab (Album “Dedications to the past”).
Gleichzeitig begann sich Charly Bainsky, der ursprünglich aus dem Band-Live-Tontechnikerbereich kam, immer mehr mit Clubsounds zu beschäftigen und für neue Songs Basis-Grooves vorzubereiten, an denen ich dann mit Herzenslust herumarrangieren konnte. Das hatte den musikalischen Vorteil, meine rigide Grundeinstellung, nicht eingeordnet werden zu wollen, auf soliden und gefälligeren Boden zu stellen (Album “A poison tree”).